Prominente Unterstützung im Odenwälder Wahlkampf durch Hannelore Kraft

Veröffentlicht am 29.08.2013 in Allgemein

(Foto: Rolf Wilkes)

Prominente Unterstützung erhielt die Odenwälder SPD und ihre Kandidaten Dr. Jens Zimmermann für den Bundestag und Rüdiger Holschuh für den Landtag durch die Nordrhein-Westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Trotz des Vormittagstermins war das Erbacher Brauhaus bis auf den letzten Platz besetzt; etliche Interessierte warteten auf der Terrasse. Dies tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Viele hatten eine weite Anreise auf sich genommen, um die beliebte Ministerpräsidentin persönlich zu erleben. Und sie waren begeistert von dem Vortrag über soziale Gerechtigkeit, Bildungspolitik und Steuern. Unter den Gästen befanden sich neben den SPD- Kandidaten auch Landrat Dietrich Kübler, Landrat a.D. Horst Schnur, der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis, der Landtagsabgeordnete Dr. Michael Reuter, die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Erika Ober und viele Vertreter von Organisationen und Vereinen. Vorausgegangen war der Wahlkampfveranstaltung ein Besuch und ein Gespräch bei der Firma Koziol und deren „Glücksfabrik“.

Mit Blick auf die Umfragewerte, die in Hessen ein Kopf-an-Kopf-Rennen und im Bund einen Sieg der Unionsparteien prognostizieren, machte Kraft den sozialdemokratischen Wahlkämpfern Mut: „Ich bin das lebende Beispiel dafür, dass Umfrageergebnisse keine Wahlergebnisse sind.“
Anschaulich stellte Hannelore Kraft in ihrer halbstündigen Rede heraus, wo die Unterschiede zwischen den Parteien liegen. Denn: „Die Ziele der Parteien stehen zum Teil frontal gegeneinander.“ Als Beispiele nannte sie die Bildungs- und Sozialpolitik und die Steuer- und Wirtschaftspolitik. So kritisiert sie, dass sich das Gerechtigkeitsproblem in der Bundesrepublik in den letzten Jahren erheblich verschärft hat. Statt zukunftsfähige Konzepte für Kinder, Bildung und Betreuung vorzulegen, sei das unsinnige Betreuungsgeld eingeführt worden. Und statt sich endlich für Mindestlöhne einzusetzen, von denen man leben kann, „eiere“ die Bundesregierung um das Problem herum.
Hannelore Kraft macht deutlich, dass diejenigen, die jetzt an der Macht sind, ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen gerecht werden müssen. Zentrale Herausforderung der kommenden Jahre sei, zum einen die Verschuldung zurückzuführen und zum anderen in gute Bildung zu investieren. Deshalb begrüßte sie auch, dass sich die SPD „für Steuererhöhungen für Besserverdienende ab einem Jahreseinkommen von 200 000 Euro pro Paar, eine Solidarrente von 850 Euro pro Monat, einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde und eine Bürgerversicherung mit „dem gleichen Leistungsniveau für alle“ ausgesprochen hat. Mehrfach betonte Hannelore Kraft, dass die sozialdemokratischen Grundsätze Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sich auch in de aktuellen SPD- Programmen niederschlagen. Als Beispiel nannte sie die Steuerpolitik: „Um in Bildung investieren zu können, brauchen wir zusätzliche Steuereinnahmen“, sagte sie. Wenn die Steuern, wie von der SPD geplant, erhöht würden, betreffe dies nur die ca. fünf Prozent der Spitzenverdiener in Deutschland. Die zusätzlichen Steuereinnahmen sollten in einen „Nationalen Pakt für Bildung und Entschuldung“ eingebracht werden. „Dies ist notwendig, um in Deutschland wieder Steuergerechtigkeit herzustellen und die öffentliche Hand wieder in die Lage zu versetzen, ihren gesellschaftlichen Aufgaben nachzukommen“ betont Hannelore Kraft. Keineswegs sei geplant, den mittelständischen Unternehmen „an die Substanz“ zu gehen.
Warum die Ministerpräsidentin in ihrem Bundesland so beliebt ist, zeigt sich auch in den kurzen Tischgesprächen nach ihrer Rede. „Glaubwürdig, überzeugend und authentisch“ brachten es einige Teilnehmer auf den Punkt. Beeindruckt sowohl von der Rede als auch von der Person Hannelore Kraft zeigten sich viele Besucher, die offen bekundeten, parteipolitisch „nicht gebunden“ zu sein.
Zufrieden waren die Odenwälder Sozialdemokraten sowohl von Hannelore Krafts Rede, als auch davon, dass sich die Ministerpräsidentin nach der Rede noch genügend Zeit nahm für persönliche Gespräche, Autogramme und zahlreiche Fotoaufnahmen. „Diese Frau hat absolut das Format zur Kanzlerin“, war die Aussage vieler Anwesenden, als Hannelore Kraft sich nach ihrem Auftritt in Erbach verabschiedete.

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