Odenwald-SPD erörtert Windkraftpläne von Kreis und Land

Veröffentlicht am 31.01.2012 in Landkreis

Foto: Die Energiewende und die damit verbundene Ausweisung von Vorrangflächen für die Windkraft diskutierte die SPD-Kreistagsfraktion des Odenwaldkreises. Unter anderem machten sich Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh, Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis und Kai Gerfelder, Geschäftsführer der SPD in der Regionalversammlung Südhessen, ein Bild von der Windhöfigkeit in Hessen

Kai Gerfelder: „Landesregierung lässt weiter auf sich warten“

Die SPD-Fraktion im Odenwaldkreis hat ihre Klausurtagung dazu genutzt, die Planungen zur Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraft im Odenwaldkreis zu erörtern. Eigens nach Grasellenbach angereist war auch der Geschäftsführer der SPD in der Regionalversammlung Südhessen Kai Gerfelder. Während die Gestaltung eines eigenen Flächennutzungsplanes im Odenwaldkreis immer mehr Gestalt annimmt, ist die Frage im übergeordneten Regionalplan weiter ungeklärt.

„Wir warten weiter auf die Vorgaben des Landes Hessen durch den Landesentwicklungsplan. Gemeinsam mit den Grünen wollen wir das Verfahren jetzt beschleunigen und die obere Landesplanungsbehörde mit einem Handlungsauftrag ausstatten. Bis die Landesregierung zur Sache kommt, dauert uns viel zu lange“, so Gerfelder.
Im Odenwaldkreis ist inzwischen ein konkreter Vorschlag vorhanden, welche Flächen tatsächlich ausgewiesen werden sollen: „Der entstandene Flächenpool umfasst neun Teilflächen mit einer Größe von 1.912 ha oder 3,07 Prozent und übertrifft damit den laut Energiegipfel durchschnittlich zu erzielenden Flächenvorsorgebetrag in Höhe von zwei Prozent erheblich“, erläuterte Rüdiger Holschuh, Vorsitzender des Kreistages. „Die Auswahl erfolgte unter den Gesichtspunkten Flächengröße, Windgeschwindigkeit und Abstand der Windparks untereinander. Natürlich spielen auch kommunalwirtschaftliche Interessen eine Rolle.“

„Durch das geplante gemeinsame Handeln von Landkreis und Kommunen behalten wir das Heft des Handelns in der Hand“, ergänzte der SPD- Unterbezirksvorsitzende und Erster Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis. „Wir wollen nämlich auf der einen Seite Windkraft zur Energiegewinnung nutzen, sind aber auch auf der anderen Seite in der Pflicht, das unvergleichliche Natur- und Landschaftsbild des Odenwaldes vor unkontrollierter Verspargelung durch Windräder zu schützen. Von daher ist eine gemeinsame Planung und Umsetzung unbedingt notwendig, so Grobeis. Die Sicherung der Wertschöpfung aus der Energiegewinnung für die Aufgaben des Gemeinwohls besitzt für Grobeis einen immens hohen Stellenwert, da hier ein erhebliches Potenzial steckt, Kommunen aber auch Bürgerinnen und Bürger von lokaler Energiegewinnung finanziell profitieren zu lassen.

 

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