Politische Fehler korrigieren! Weg mit der „Rente mit 67“!

Veröffentlicht am 17.08.2011 in Presse

SPD-Arbeitnehmerinnen und –Arbeitnehmer fordern Herabsetzung des Rentenalters auf 65 und gleitende Übergänge, die einen früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu fairen Bedingungen ermöglichen.

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer/innenfragen (AfA) im Unterbezirk Odenwaldkreis unterstützt die Forderung der AfA Hessen-Süd an die SPD-Bundestagsfraktion, sich umgehend dafür einzusetzen, die „Rente mit 67“ wieder abzuschaffen. Die SPD-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen das Rentenalter wieder auf 65 Jahre herabsetzen. Gleichzeitig sollen gleitende Übergänge in die Rente geschaffen werden, die zu fairen Bedingungen einen früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben ermöglichen. Rente muss armutsfest sein und ein menschenwürdiges Leben garantieren.

Die SPD-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betonen: Die große Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreicht nicht einmal das Rentenalter mit 65. Nur ein Viertel der 60- bis 65-Jährigen hat eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Weniger als 10 Prozent der 63- und 64-Jährigen arbeiten sozialversichert in Vollzeit. Je höher das Rentenalter gesetzt wird, desto weniger Menschen sind überhaupt in der Lage, es zu erreichen. Dadurch werden die Abzüge an der Rente immer höher, so dass die Armut im Alter steigt.

Für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeit verlieren, bedeutet die „Rente mit 67“, dass sie zwei Jahre länger arbeitslos sind. Am Ende eines langen Erwerbslebens steht dann Hartz IV verbunden mit lebenslangen Abschlägen bei der Rente.

Die „Rente mit 67“ ist ein reines Rentenkürzungsprogramm, das die Altersarmut für Millionen Menschen verschärft und ein weiterer Schritt zum Abbau hart erkämpfter sozialer Rechte.

Die „Rente mit 67“ hat schon deshalb mit angeblicher „Generationengerechtigkeit“ nichts zu tun, weil sie gerade die Jüngeren voll trifft und die Arbeitsmarktchancen junger Menschen verschlechtert. Altersarmut ist eine tickende Zeitbombe, die dringend entschärft werden muss. Sie trifft vor allem die Jungen, weil sich viele Rentenkürzungsbeschlüsse erst in Zukunft auswirken – dann aber besonders dramatisch.

Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen in Rente gehen können, bevor sie von der Arbeit verschlissen und verbraucht sind – und junge Menschen brauchen Arbeit und Zukunft.

Die beiden AfA Vorsitzenden im Odenwaldkreis Marion Eisele und Harald Staier betonen: Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung und die übergroße Mehrheit der Mitglieder und der Wählerinnen und Wähler der SPD lehnen die „Rente mit 67“ aus guten Gründen ab. Es ist zudem nicht Aufgabe der Politik, durch die Orientierung auf zweifelhafte private Vorsorgemodelle die Profite der Finanzbranche zu bedienen.

Die Erhöhung der Lebensarbeitszeit muss weg!

 

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